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Implantate

Was ist ein Implantat?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die ähnlich wie eine Schraube in den Kieferknochen eingesetzt werden. Implantate bestehen in der Regel aus Titan mit einer beschichteten Oberfläche, die das Einwachsen in den Knochen fördert. Auf der künstlichen Zahnwurzel können einzelne Zahnkronen, aber auch Brücken oder Verankerungshilfen für Prothesen befestigt werden.

Die Implantologie ist der Tätigkeitsschwerpunkt von Dr. Bell, der ihm nach intensiver Weiterbildung von der Deutschen Gesellschaft für Implantologie verliehen wurde. Für alle Fragen rund um das Thema Implantate sind Sie in unserer Praxis also bestens beraten!

Was wir für Sie tun können:

Informieren Sie sich über unser Leistungsspektrum auf dem Gebiet der Implantologie. Von der Anamnese bis zum fertigen Implantat - alles aus einer Hand.

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Implantate haben viele Vorteile:

  • Bei einem Einzelzahnersatz müssen keine (unter Umständen gesunde) Nachbarzähne für die Aufnahme einer Brücke beschliffen werden. 
  • In anderen Fällen kann durch Implantate ein herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden, da ein zusätzlicher Brückenpfeiler, z.B. am Ende einer Zahnreihe geschaffen werden kann. 
  • Die Verankerung von heraus­nehm­barem Zahnersatz an Implantaten bietet Vorteile, da der Zahnersatz nicht mehr verrutschen kann und stabilisiert wird. 
  • In zahnlosen Kieferab­schnitten kommt es zum Rückgang des Kieferknochens, da er nicht durch die Kaukräfte, die durch die Zähne übertragen werden, stimuliert wird. Implantate übernehmen diese Aufgabe wieder und beugen daher dem Knochenabbau vor.

Laut einer wissenschaftlichen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde liegt die Lebenserwartung von Implantaten und Implantatlager in Abhängigkeit von Implantatsystem und Ort der Implantation bei mindestens 71%, in den meisten Fällen jedoch bei deutlich über 80%. http://www.dgzmk.de/index.php?dokumentart=Stellungnahme&site=std82&backlink=m034X

Sind Implantate immer möglich?
Implantate dürfen nur eingesetzt werden, wenn das Wachstum abgeschlossen ist. Bei Kindern und Jugendlichen muss daher mindestens bis zum 18. Lebensjahr abgewartet werden. Abgesehen davon sind Implantate jedoch ohne Altersgrenze einsetzbar. Bei bestimmten Erkrankungen ist ebenfalls von einer Implantation abzuraten. Dazu gehören z.B. Gerinnungsstörungen, Knochen­erkran­kungen oder eine mangelhaft eingestellte Diabetes (Zuckerkrankheit). Rauchen ist ein weiterer Risikofaktor für eine erfolgreiche Implantation. Die Voraussetzung für Implantate ist ein ausreichend hoher und dicker Kieferknochen. Da der Knochen im zahnlosen Kiefer schnell zurückgeht, ist es nach einem Zahnverlust wichtig, dass möglichst zeitnah implantiert wird. Sollte dennoch zu wenig Knochen vorhanden sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Knochenaufbau. Im Oberkiefer ist die Ausdehnung der Kieferhöhlen oft ein einschränkender Faktor. Auch hier kann der Knochen mit einem sogenannten Sinuslift auf die nötige Stärke aufgebaut werden.

Wie wird ein Implantat eingesetzt?
Implantate werden normalerweise unter örtlicher Betäubung eingesetzt. Die Titanschraube wird dabei mit Spezialinstrumenten in den Knochen eingebracht. Je nach Ausgangssituation bzw. gewünschtem Endergebnis gibt es die Möglichkeit, das Implantat geschlossen oder offen einheilen zu lassen. Bei der geschlossenen Einheilung ist das Implantat während dieser Zeit von Zahnfleisch bedeckt und muss anschließend wieder freigelegt werden. Bei der offenen Einheilung ist der Kopf des Implantats oberhalb des Zahnfleischs sichtbar. 
Während der Einheilungsphase entsteht eine stabile Verbindung von Implantat und Kieferknochen und das Implantat kann danach belastet werden und erhält den eigentlichen Zahnersatz, die sogenannte Suprakonstruktion. In Ausnahmefällen kann das Implantat auch direkt nach dem Einsetzen belastet werden. 

Wie müssen Implantate gepflegt werden?
Obwohl Implantate nicht aus lebendem Gewebe bestehen, müssen Sie besonders gepflegt werden, damit Sie lange erhalten bleiben. Das Implantat selbst kann zwar nicht erkranken, wohl aber das umliegende Gewebe. Zur Reinigung der Zwischenräume um das Implantat gibt es besondere Hilfsmittel, wie z.B. Interdentalbürstchen oder Super Floss™-Zahnseide. Wir beraten Sie jederzeit gerne über die optimale Pflege Ihrer Implantate und Ihres Zahnersatzes. Wir empfehlen außerdem, das Implantat regelmäßig kontrollieren zu lassen, damit wir eventuelle Probleme frühzeitig verhindern können. 

Einzelzahnersatz

Die herkömmliche Versorgung nach dem Verlust eines einzelnen Zahnes ist die Brücke. Dabei müssen die an die Lücke angrenzenden Zähne beschliffen werden. Dies ist besonders dann bedauerlich, wenn diese Zähne frei von Karies oder Schäden des Zahnhalteapparats sind. Ein Implantat stellt hier eine vorteilhafte Alternative dar, die in dem beschriebenen Sonderfall sogar zusätzlich von Ihrer Krankenkasse bezuschusst wird (siehe Patienteninformation Festzuschüsse für den Zahnersatz der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung).

Nachdem in die Zahnlücke ein Implantat gesetzt wurde, erhalten Sie für die Dauer der Einheilung zunächst ein Provisorium. Nach der Einheilung wird im Labor das sogenannte Abutment, ein individueller Aufbau für das Implantat, hergestellt. Auf dem Abutment wird anschließend der eigentlich Zahnersatz, die Zahnkrone, befestigt. Der Zahntechniker kann bei der Herstellung der Krone individuelle Eigenheiten der Zahnform, -farbe oder -stellung aufgreifen, sodass die Implantatkrone später nicht von Ihren „echten“ Zähnen zu unterscheiden ist.

Das Implantat verhindert den Rückgang des Kieferknochens, der unter einer Brücke ohne Kaubelastung nicht zu verhindern ist. Außerdem ist das Implantat bzw. die Implantatkrone einfacher zu reinigen als eine Brückenversorgung.

Verankerung von heraus­nehmbarem Zahnersatz

Herausnehmbarer Zahnersatz (Prothese) ist in vielerlei Hinsicht unkom­fortabel. Besonders wenn nach längerer Zahnlosigkeit der Kieferknochen zurückgegangen ist, hält die Prothese schlecht, verrutscht und verursacht Druckstellen. Oft leidet der Patient unter dieser Situation, da er sich mit seinem Zahnersatz einfach nicht wohl fühlt.

Die Verankerung von herausnehmbarem Zahnersatz mit Implantaten bietet hier eine angenehme und sichere Lösung. Ist der Kieferknochen schon stark zurückgegangen, erhalten Sie hierbei außerdem einen Festzuschuss von Ihrer Krankenkasse.

Die Implantate werden so im zahnlosen Kiefer verteilt, dass sie den Zahnersatz möglichst stabil festhalten. Dazu sind mindestens zwei Implantate nötig, es werden jedoch im Allgemeinen vier bis sechs Implantate pro Kiefer empfohlen. Auf den Implantaten werden verschiedene Verankerungshilfen, wie z.B. Teleskope oder Kugelköpfe angebracht. Aber auch der Halt durch Magnete oder einen Klick-Mechanismus ist möglich. Die Verankerungshilfen halten den Zahnersatz sicher in seiner gewünschten Position, sodass die Sorgen einer schlecht sitzenden Prothese der Vergangenheit angehören. Die Implantate beugen zudem zumindest lokal einem weiteren Knochenabbau vor.

Knochenaufbau

Ein ausreichendes Knochenangebot ist die wichtigste Voraussetzung für den Langzeiterfolg eines Implantats. Doch auch in Fällen, in denen der Kieferknochen sich schon zurückgebildet hat oder wenn durch anatomische Besonderheiten nicht genug Knochen vorhanden ist, können durch einen Knochenaufbau die nötigen Voraussetzungen für ein Implantat geschaffen werden.

Materialien für den Knochenaufbau
Für den Knochenaufbau kann eigener Knochen des Patienten verwendet werden. Dieser wird an einer geeigneten Stelle im Mundraum, z.B. hinter dem letzten Backenzahn, entnommen und entweder als Ganzes oder in zerkleinerter Form auf den Defekt aufgebracht. Knochenaufbau mit eigenem Knochen hat den Vorteil, dass der Körper das Material gut verträgt und der Defekt so natürlich „repariert“ wird.
Der Knochen kann alternativ auch mit verschiedenen Knochen­ersatzmaterialien aufgebaut werden. Dabei ist es in der Regel nötig, das Knochenersatzmaterial mit einer speziellen Membran zu fixieren. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund, und Kieferheilkunde gibt die Erfolgsquote eines Knochenaufbaus mit 86,6% - 88,4% an (siehe Wissenschaftliche Stellungnahme Gesteuerte Knochenregeneration in der Implantologie).

Sinuslift

Im Oberkiefer sind oftmals die Kieferhöhlen (Sinus) ein begrenzender Faktor, da sie die Knochendicke „von oben“ einschränken. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, den Boden der Kieferhöhle mit Knochen bzw. Knochenersatzmaterial anzuheben. Dieses Verfahren gehört mittlerweile zu den Standardverfahren in der Implantologie und beeinträchtigt die Funktion der Kieferhöhlen in keiner Weise. 

Der Sinuslift erfordert ein sehr präzises Vorgehen, da die Membran, welche die Kieferhöhle auskleidet, nicht verletzt werden darf, und der neue Knochen zwischen den ursprünglichen Knochen und die Membran eingebracht werden muss. Ordnungsgemäß durchgeführt, hat der Sinuslift jedoch sehr gute Erfolgschancen und das Implantat kann gesetzt werden, nachdem der Knochen eingeheilt ist.

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